Aussprache

Hànyǔ Pīnyīn Fāng’àn (Chinesische Zeichen: 汉语拼音方案 / 漢語拼音方案), meist nur kurz Pinyin, zur Abgrenzung von Tongyong Pinyin auch Hanyu Pinyin genannt, ist die offizielle chinesische Romanisierung des Hochchinesischen in der Volksrepublik China. Diese phonetische Umschrift auf der Basis des lateinischen Alphabets wurde vom Staatsrat am 6. Februar 1956 offiziell beschlossen und Ende 1957 genehmigt. (Quelle: Wikipedia)

Auf unserer Webseite werden wir ausschließlich mit Hilfe von Pinyin die Aussprache der chinesischen Zeichen darstellen. Um zu wissen wie die einzelnen Laute ausgesprochen werden, muss man sich also zunächst näher mit der Pinyin-Umschrift vertraut machen. Hierfür dienen die nachfolgenden Tabellen:

(Anmerkung: Chinesische Zeichen beschreiben immer genau eine Silbe, wobei diese in den meisten Fällen aus einem Anlaut und einem Auslaut besteht (z.B. bao, wobei b=Anlaut und ao=Auslaut). Aus diesem Grund muss die Pinyin-Umschrift ebenfalls silbenbasiert sein.)

1. Anlaute:

Pinyin

Aussprache

b

wie im Deutschen, aber stimmlos

p

wie im Deutschen, aber behaucht

m

wie im Deutschen

f

wie im Deutschen

d

wie im Deutschen, aber stimmlos

t

wie im Deutschen, aber behaucht

n

wie im Deutschen

l

wie im Deutschen

g

wie im Deutschen, aber stimmlos

k

wie im Deutschen, aber behaucht

h

wie ch in lachen oder Bach

j

wie das j im Englischen Jeep oder Jeans, ähnlich wie dj zusammen

q

wie ch im Englischen cheese, ähnlich wie tj zusammen

x

wie ch in ich und ß in weiß kombiniert

zh

wie dsch in Dschungel nur stimmloser

ch

wie tch in Matsch

sh

wie sch in Schock

r

wie r im Englischen radio oder wrong

z

wie ds in Landsmann

c

wie tz in Katze

s

scharfes s, wie in weiß


2. Auslaute

Pinyin

Aussprache

a

wie ein langes a in Vater

o

wie o in Loch; jedoch nach b, p, m und f wie uo

e

wie ein ungerundetes „geschlossenes“ o, manchmal wie ein unbetontes deutsches e

i / yi

wie i in nie; jedoch nach ch, c, r, sh, s, zh und z nicht gesprochen

u / wu

wie u in Fluch, jedoch nach j, q und x wie ein Deutsches ü

ü / yu

wie das Deutsche ü

ai

wie ai in Mai

ei

wie ay im Englischem day

ui / wei

wie das Englische way

ao

wie au in Haus

ou

wie ow im Englischen bow oder low

iu / you

wie in Yoga

ie / ye

wie das Deutsche je

üe / yue

wie ü und ä hintereinander ausgesprochen

an

wie ann in wann

en

wie en in lachen

in / yin

wie in in bin

un / wen

wie uen in Individuen; jedoch nach j, q und x wie ün in sünding

ün / yun

wie ün in sünding

ang

wie ang in Angst

eng

ähnlich wie ong ins Song

ing / ying

wie ing in Ding

ong

wie ung in Hunger

er

wie ir im Englischem Sir

ia / ya

wie das Deutsche ja

iao / yao

wie iau in miauen

ian / yan

wie ien in Ambiente

iang / yang

wie das Englische young

iong / yong

wie das Deutsche jung

ua / wa

wie ua in Guatemala

uo / wo

wie wa im Englischem water

uai / wai

wie wi im Englischem wife

uan / wan

wie wan im Englischem wander; jedoch nach j, q und x wie bei üan (s.u.)

uang / wang

wie an in Angst mit einem kurzen u davor

ueng / weng

wie ong in Song mit einem kurzen u davor

üan / yuan

wie ü, ä und n schnell hintereinander gesprochen


Tipp
: Auf der Webseite des CRI Online finden Sie eine komplette Pinyin-Tabelle, bei der Sie zusätzlich die Möglichkeit haben, sich die einzelnen Laute durch Anklicken mit der Maus anzuhören. Hier kommen Sie zur Pinyin-Tabelle.

Nun wissen wir, dass die Chinesische Aussprache silbenbasiert ist und wir haben gelernt, wie die einzelnen Laute ausgesprochen werden. Nun fehlt noch eines: Die 4 bzw. 5 unterschiedlichen Töne.


Die Tonlagen der Chinesischen Sprache





Chinesisch ist eine Tonsprache, d.h. mit Veränderung des Tons ändert sich auch die Bedeutung des Zeichens. Insgesamt gibt es 4 Töne im Hochchinesischen, plus einen neutralen Ton, weshalb manchmal auch von 5 Tönen die Rede ist.

Warum so kompliziert?
Wie bereits gelernt ist die Chinesische Sprache silbenbasiert – jedoch stehen den Chinesen nur 415 Silben zur Verfügung (Englisch hat um die 12,000 möglichen Silben). Hier wird klar, dass man mit Hilfe der verschiedenen Töne weitere Differenzierungen schaffen musste, zu viele Wörter hätten sonst im Chinesischen die gleiche Aussprache.

Ausländer Achtung:
Das heißt ebenfalls, dass bei falscher Betonung der Zeichen eine völlig andere Bedeutung der Wörter entsteht. Möchte man z.B. um Hilfe fragen und sagt anstelle der richtigen Aussprache „qǐngwèn“ aus Versehen „qǐngwěn“, so bittet man nicht um Hilfe, sondern um einen Kuss…

Ein immer wieder angeführtes Beispiel ist auch die Silbe „ma“. Wir wollen daher hier mit Hilfe dieser Silbe die 4 Töne nochmal genauer untersuchen. Es wird auch deutlich, dass die Töne in der Pinyin-Umschrift mit Hilfe von diakritischen Zeichen (kleinen Buchstabenmarkierungen) an den Vokalen dargestellt werden.

Ton Pinyin Tonhöhe Deutsche Übersetzung
1. Ton hoch und konstant; Tonstärke gleich bleibend Mutter
2. Ton ansteigend von der unteren bis mittleren in die hohe Tonlage (wie bei einer Frage am Ende des Satzes) Hanf
3. Ton fallend und wieder steigend; ist der Ton mit der längsten Tondauer Pferd
4. Ton Ton fällt schart nach unten; Silbe wird auch kürzer ausgesprochen (wie Befehl) schimpfen
Neutraler Ton ma kurz und leicht; Tondauer sehr kurz (50% des 1.Tons) Fragewort am Ende des Satzes

Es wird also deutlich, dass die chinesische Sprach mit dem Gebrauch von nur einer Silbe (ma) fünf verschiedene Bedeutungen abgeben kann. Dies ist jedoch nur mit Hilfe der Töne möglich.

Anmerkung bzgl. des neutralen Tons: Der neutrale Ton wird häufig bei mehrsilbigen Wörtern benutzt, wenn die zweite Silbe nur leicht ausgesprochen wird. 妈妈 wird daher nicht als māmā, sondern als māma ausgesprochen.

Zum Abschluss noch ein lustiger Satz, der die Wichtigkeit der richtigen Betonung nochmals unterstreicht:

妈妈骂麻马吗? (T 媽媽罵麻馬嗎?)
Pinyin: Māma mà má mǎ ma?
Übersetzung: Schimpft Mutter das Hanfpferd?